Fichte und Kiefer sind leicht zu bearbeiten, ideal für verdeckte Bauteile. Eiche, Buche und Esche tragen schwere Lasten, eignen sich für Regalböden oder Fronten. Multiplex ist formstabil und liebt präzise Kanten, MDF lässt sich gut lackieren, braucht aber Kantenversiegelung. Kombiniere so: Massivholz für sichtbare Kanten und Traversen, Multiplex für Seiten und Böden. Setze Maserungen bewusst, um Verzug zu minimieren, und halte Schraubverbindungen weit genug vom Rand, damit die Fasern nicht ausbrechen.
Richte Kanten mit dem Hobel oder auf dem Schiebeschlitten, markiere Referenzflächen. Verleime kurze Stücke zu Lamellen, achte auf wechselnde Jahresringrichtungen. Fülle Astlöcher mit Parkettflicken oder Epoxid, wenn sichtbar, und verwende Holzdübel als Kraftbrücken in schwachen Bereichen. Presse mit gleichmäßigem Druck, verwende Anschlagleisten gegen Verrutschen. Nach dem Aushärten plan schleifen, Referenz neu setzen, und erst dann in die finalen Maße zuschneiden. Strukturierte Aufbereitung schenkt Restholz zweites, zuverlässiges Leben.
Wähle Verbindungen nach Last, Werkzeug und Zeit: Lamellos für Flächen, Dübel für verdeckte Präzision, Taschenlochschrauben für schnelle Montage, Domino oder klassische Zapfen für maximale Dauerhaftigkeit. Dado-Nuten stabilisieren Böden, Rückwände im Falz verhindern Kippeln. Leim nur dort, wo Bewegung kontrolliert ist, sonst drohen Risse. Schrauben in Langlöchern erlauben Anpassung. Teste an Reststücken, prüfe Auszugskräfte, und entscheide dann. So entstehen Korpusse, die sich beim Einpassen nicht verziehen und jahrelang belastbar bleiben.
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